08./11. 07 2011 Asian Championship - PhoSeKo

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08./11. 07 2011 Asian Championship

Archives / เอกสาร > 2011





























Quelle
: http://www.thaifencing.org

Thais bleiben Kanonenfutter
Kommentar von Erik Kothny

Als Willi Kothny 2003 vom Deutschen zum Thailändischen Fechtverband wechselte, holte er bei den Asienmeisterschaften einmal Gold und einmal Bronze. Heute 8 Jahre später ist er im Mittelmaß angekommen: Nicht ein einziger Thailändischer Fechter hat sich in den 8 Jahren an dem "Deutschen" Vorbild orientiert: Und das liegt nicht allein an den Sportlern. Es liegt am System. Thais orientieren sich nicht an der Weltspitze, sondern am Studienplatz. Thais haben die nationale Rangliste in Auge. Ist dort eine Position erreicht, in der ein Stipendiumsplatz an der Uni winkt, ist das "grosse" Ziel erreicht. Dann wird der Fechtsport wie eine Schuluniform ad acta gelegt.

Das ist nicht nur im Säbel so. Der Grund: Von der AFAT kommen keine konstruktiven  Impulse; im Gegenteil:  Wichtig scheint nur, dass möglichst viele Funktionäre oder deren ahnungslose Verwandte mit ins Ausland fliegen um bei WM oder Asienmeisterschaften Fotos für die homepage zu schießen und unsachliche Kommantare über Fechter schreiben, die mit dem Sport nicht das geringste zu tun haben. Das ganze erscheint dann auf den offiziellen homepage der AFAT  unter "http://www.thaifencing.org". Wenn die eigenen Fotos nichts hergeben, werden sie schon mal von der facebookseite der betroffenen geklaut (wie auch hier)

Kommentare, die sich kritisch mit dem unzulänglichen System der AFAT auseinandersetzen sucht man vergeblich.  Ist es da ein Wunder, wenn selbst ehemalige Weltklassefechter wie Willi Kothny sich dem Thailandischen Niveau annähern - anstatt umgekehrt. Es gibt in Thailand einfach keine Weltklasse Trainingspartner und keiner der Offiziellen hat eine Ahnung vom Aufbau einer Saisonplanung. Da wird in Militärmanier (ich war Berufs-Soldat und weiß wovon ich rede) kommandiert, und Fechter als  Kanonenfutter in den Kampf geworfen. Solange die SEA-Games die höchste Herausforderung bleiben, wird sich das Niveau des Thailändischen Fechtsports nicht ändern.

Die Ergebnisse im Mannschaftskampf bestätigen diese Analyse: Das Aus der Säbler kam im ersten Kampf um die Plätze 1 - 8 gegen Australien, dann aber deutliche Siege gegen Taipeh und Indonesien. Thailand ist nicht in der Lage über den südostasiatischen Tellerrand hinauszuschauen.

Vor nicht mal 10 Jahren waren China und Korea im Säbel auch nur "Kanonenfutter", heute geben sie in der Weltrangiste den Ton an. Thailand hätte mit Willi Kothny die Chance gehabt - zumindest im Säbel - nach oben zu kommen, Thailand hat die Chance vertan. Es hätte vor 10 Jahren dieselbe Entwicklung einläuten können, wie Korea oder China. Die AFAT hat es versäumt. Nun sollte nach neuen Wegen gesucht werden.

Und dazu sind blöde Kommentare über einen (nach dem Turnier) Softeis lutschenden Fechter wenig hilfreich.

 
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